Palder, Annette

Bisherige Ausstellungen in der tOG

Geboren und (wieder) wohnhaft in Haan, in der Nähe von Düsseldorf, arbeitet die Künstlerin sowohl in ihren Ateliers in Düsseldorf und Formentera als auch in ihrer Heimatstadt Haan.

 

Annette Palder malt und fotografiert seit ihrer Schulzeit leidenschaftlich gern. Auch nach ihrem Studium nahm sie sich neben ihrer beruflichen Tätigkeit als Kommunikationsdesignerin die Zeit dafür.

 

Seit 2002 hat sie sich mit der Öffnung ihres Ateliers ganz der künstlerischen Linie verschrieben.

Sie hat an Gruppenausstellungen teilgenommen und stellt seit 2012 auch alleine aus. Die größte Einzelausstellung hatte sie 2016 im Rahmen der Ausstellungsreihe „Kunst in der Kirche“ in Haan mit mehr als 50 ausgestellten Werken, der Ausstellungen mit sakralen Werken in Kirchen der Gemeinden in Mönchengladbach und Morsbach vorausgingen. 2015 nahm sie erfolgreich an der bekannten Kunstmesse C.A.R. (contemporary art Ruhr) auf der Zeche Zollverein teil. 2016 erschien im Verlag am Birnbach (zusammen mit Dr. Karlheinz Bassy) eine Broschüre mit dem Titel:

Passion: Leben!“ Ein Buch für lebenstaugliche Hoffnung.

 

Weitere Informationen zur Künstlerin und Fotos einiger Werke: Annette Palder

 

Presseberichte über die Künstlerin: Pressespiegel

Künstlerische Position

Annette Palder ist mit ihren Werken zwischen verschiedenen künstlerischen Grundrichtungen tätig, aber dennoch mit einer ihr eigenen Handschrift.

Zum einen entstehen Collagen, die Elemente der Wirklichkeit (aus Zeitungen, Magazinen etc.) und eine sehr abstrakte Malerei wunderbar kombinieren. Diese Werke leben aus den häufig gefälligen Wortspielen und schönen oder aufrüttelnden Ausschnitten des verfremdeten Fotomaterials, das dann in einem abstrakten Spiel von Arcrylfarben und Komposition Einzelelemente integriert und zu einer gesamtkünstlerischen Aussage wird. Zugleich schafft dieses Zurücksetzen der einzelnen Elemente die Spannung, die dieser abstrakten Malerei eine eigenständige Linie gibt.

 

Zum anderen sind da ihre freien Mischtechnik-Malereien, die durch die intensive Nutzung von Spachtelmasse, Leim, Sand, Asche - also den unterschiedlichsten Materialien - häufig eine Dreidimensionalität erhalten, die die Aussage der eher gegenständlichen Ursprungsbilder (und seien sie "nur" im Kopf) zu einer eher abstrakten Darstellung mit angedeuteten und geschickt gesetzten Zeichen überführt.

Ein neues künstlerisches Stilelement sind Holzpaletten. Ein Zyklus entstand, der auf Basis von - in der Logistik benutzten - Paletten mit Gebrauchsspuren erarbeitet wurde.  Diese Werke zeichnen sich durch eine subtile Zeitkritik aus, da sie häufig vordergründig gegenständlich gezeichnete Elemente wiedergeben und die Nutzung als „Leinwand“ zwar irritiert, dann aber bei kritischer, zweiter Betrachtung ein Teil der konzeptionellen Ausdruckssprache sind, die Menschen, Tiere oder auch die Natur zu Gütern mutierten lässt und das Werk erst durch den sozialen Kontext und die Symbolkraft die eigentliche Aussage preisgibt.  

 

Des Weiteren - für das künstlerische Œuvre - von großer Bedeutung, ist die neuartige Position, die gleichgewichtig Fotografie und Malerei kombiniert. Geschickt werden beide Ausdrucksformen durch Gegenüberstellung und Integration verbunden. Hier kommt der Künstlerin eindeutig ihre umfassende Ausbildung zugute. Neben ihrem besonderen Blick für Motive und perspektivisch hervorragend gewählte Bilder kommt hier ihre Fähigkeit, den eigenen Charakter des Werkes durch Komposition als auch gekonnte Farbwahl und vollendete Nutzung von Pinsel und Spachtel zu kreieren, voll zum Zuge.

Die Motive für ihre Werke hat die Künstlerin oft schon Monate und Jahre zuvor geplant, und dann bei ihren weltweiten Reisen selbst gewählt und realisiert. Anschließend wird dieses Fotobasismaterial bearbeitet: manchmal wird "nur noch" ein Ausschnitt genau festgelegt, manchmal wird das Foto digital verfremdet und farblich und strukturell an die geplante Gestaltung angepasst. Die bearbeiteten Fotos werden auf Leinwände gebracht und dann mit den bemalten Leinwänden kombiniert.

Die einzelnen Elemente werden durch bearbeitete Stahlelemente verbunden. Den Stahl bringt die Künstlerin durch gezielte Unterstützung eigenhändig zum Rosten und verfolgt bis zu einem bestimmten Punkt den Verwitterungsprozess in der freien Natur. Dann wird der rostige Zustand durch Behandlung fixiert, bzw. die weitere Verwitterung reduziert.

Das finale Werk wirkt lebt von dieser komplexen Kompositionsleistung, bei der häufig die Maltechnik zusätzlich fotorealistische Elemente enthält, so dass es dem Betrachter beim ersten Blick schwer fällt zu erkennen, was Malerei ist und was Foto. Zugleich enthalten die gemalten Elemente irreale Details, die so in der Natur nicht existent sind, sich jedoch "natürlich" in die visuelle Szenerie einpassen. Die Künstlerin scheint dieses Verwirrspiel zu lieben und versteht es meisterhaft, die Aussagen oftmals hinter einer - auf den ersten Blick gefälligen - Fassade zu verstecken. Nur wer sich Zeit nimmt, dieses Spiel zu entschlüsseln, findet in den Werken die eigentliche Ausdruckskraft.

 

Lassen Sie sich von dieser neuen künstlerischen Position und den aktuellen Themen ver- und entführen.

Künstlerisches Selbstverständnis

Vor der aktiven kreativen Schaffensphase steht die Idee,das Thema.

Ein Konzept wird erarbeitet.

Beeinflusst von Gefühlen, Lebens- und Glaubenserfahrung erfolgt die Umsetzung.

Auf Leinwand, auf Holz(paletten), in Acryl, als Fotografie, als Mischtechnik oder Collage. Oft wandelt sich Konkretes in Abstraktes oder Irreales.

Ein Bild entsteht - ohne abzubilden.

Ein Wechselspiel von Farbe, Form und Werkstoff wirkt auf den Betrachter. Die Wirkung ist wichtig - wichtiger als die Bedeutung. 

Zwischen den Bildern Dialoge.

Einbezogen der Betrachter. Davor und doch mitten drin.

Das Werk wirkt.

Kurz-Vita

Studium an der Bergischen Universität Wuppertal

 

Fotografie bei Prof. Franz-Erwin Wagner,

Schwerpunkt Illustration und ‘Freie Grafik’ bei den Prof. Gerd Aretz, Prof. Wil Sensen;

Kommunikationstheorie bei Prof. Siegfried Maser (Auszeichnung)

Ästhetik bei Prof. Bazon Brock.

 

Künstlerprofil auf der eigenen Hompage: ANNETTE PALDER

Atelier MALsehEN

 

oder auf dem Kultur-Server NRW

Ausstellungen (Auszug)

Einzelausstellungen

 

2017

  • "ver·ge̱·hen" - Werke von Vergehen und Vergänglichkeit in der tOG-Düsseldorf

2016

2015

 

2014

 

2013

 

Gruppenausstellungen

 

Publikationen

Presse

  • Presseberichte zur Ausstellung "malSEHEN" (Rheinische Post, Westdeutsche Nachrichten)
  • "Auf neuen Wegen" Artikel über die Ausstellung in der Johanneskirche Mönchengladbach im Kunstmagazin "Der Kunstblitz"
  • Portrait im internationalen Kunstmagazin "Der Kunstblitz"
  • Rheinische Post Rubrik Stadtgespräch "Schöpfungen"
  • Kunstaktion "Plätze schaffen" mit dem Objekt "Nesthocker"